3 Sachen, die bei der Auswahl einer Tanzfrisur beachtet werden sollten

Zunächst wäre es zu klären, wie die Frisur überhaupt ausgesucht wird. Was darf ich beobachten?

Frisuren werden abgeguckt. Entweder auf einem Turnier, wo man live dabei ist oder welches man sich als Video-Aufnahme anschaut. Oder im Netz auf den Seiten der Tanzstylisten. Wenn Du ähnlich vorgehst, hier die drei Sachen, auf welche Du achten sollst.

1. Wer steht hinter dem Haarstyling, was mir gefallen hat?

Und damit meine ich zwei Personen: die Tänzerin und den Stylisten.

Wenn es sich um eine Top-Dame handelt, Semi-Finale Paar oder Finale-Paar, wäre ich vorsichtig mit der Frisur. Und ich würde keinesfalls eine markante Frisur eins zu eins kopieren. Denn die Dame ist einfach zu bekannt in der Tanzwelt.

Genauso gut auszuschauen wie Top-Tänzerinnen ist mein gerechtes Anspruch. Genau so auszuschauen ist für mich persönlich eine minderwertige Strategie.

Noch wichtiger ist die Frage, wer als Stylist hinter der jeweiligen Frisur steht. Denn eine Frisur versuchen zu kopieren, die von einem der weltbesten Profis gemacht wurde, kann schnell eine Herausforderung werden. Und so kommen wir auf die zweite Sache, die beachtet werden muss.

2. Die vorhandenen Ressourcen.

Dazu gehören meine Kompetenz im Styling, meine Zeit, meine Energie und auch meine Stimmung. Ganz viele Sachen, die im Endeffekt darüber entscheiden, ob meine vom Muster inspirierte Frisur zum Erfolg oder zum Zeitverlust wird.

Wieder es ist nicht falsch, sich von den Werken der besten Tanzstylisten zu inspirieren. Aber es ist notwendig, eigene Ressourcen realistisch einzuschätzen. Konkret, wenn meine Kompetenz noch keine Wellen erlaubt, lasse ich mich von den Frisuren ohne Wellen inspirieren. Von einfacheren Mustern. Ich erstrebe die Qualität und nicht die Komplexität.

Wenn ich nur wenig Zeit habe, werde ich nicht eine komplexe Frisur aussuchen. Wenn ein wichtiges Turnier kommt, mache ich kein Experiment mit einer Frisur die ich vorher nie probiert habe. Wenn ich noch keinen sauberen Dutt mit klassischen Linien schaffe, versuche ich nicht einen Dutt mit viel Deko rum herum.

Kurz und knapp, ich achte auf meine Ressourcen. Und ich vergesse nicht, dass ich nach dem Styling noch tanzen muss. Und nicht alleine. Denn wir sind mit dem Partner im Team.

Ich darf nicht meinen Partner im Stich lassen, weil ich meine Ressourcen falsch eingeschätzt habe!

Dieser zweite Punkt ist sehr wichtig. Hier wird eine realistische Einschätzung eigener Situation verlangt.Und das bringt mich auf den Punkt Nr 3.

3. Bei der Auswahl der Frisur, muss ich meinen Kontext bzw. meine Situation beachten.

Wenn ich einen Tanzmarathon vorhabe, wie z. B. Blaues Band oder German Open – mit vielen Turnieren – dann muss ich überlegen, wie ich meine Ressourcen sinnvoll umsetzte. Sinnvoll wäre die Frisur einmal für mehrere Turniere zu machen. Evtl. auch damit zu schlafen.

Nicht alle Frisuren sind gleich gut dafür geeignet. Alle offenen Elemente auf dem gekreppten Haar werden maximal eine Übernachtung überstehen, nicht 2 oder 3. Dagegen werden Elemente im Netz mehrere Nächte überleben können.

Wie schlafe ich am besten? Werde ich Kleider wechseln? Das sind die Fragen, die Dir ein Stylist stellen würde, wenn Du sagst, ich brauche eine Frisur für mehrere Tage. Und das müsst Du dir allein überlegen, wenn Du Deine Frisur selber machst.

Also, wenn ich mir eine Frisur nach dem Muster aussuche, achte ich darauf:

  • wessen Haarstyling und wessen Werk es ist,
  • ob ich Ressourcen habe, mir eine ähnliche Frisur selbst zu machen und
  • ob diese Frisur für meine Turnier-Situation passt.

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